Polizeiwissenschaft

Cover_Mokros

2. überarbeiteten und ergänzte Auflage 2013

Autor: Reinhard Mokros

Seiten: ca. 80

Erscheiningsjahr: 2013

ISBN: 978-3-86293-402-7

€ 9,90
incl. MwSt.

Stern

 Die Frage, ob wir wirklich eine Polizeiwissenschaft brauchen, wird immer wieder gestellt. Trotz vielfältiger Bemühungen in den letzten Jahren tun sich die Protagonisten dieser Wissenschaft schwer, ihre Notwendigkeit und (gesellschaftliche) Nützlichkeit zu belegen. Dabei ist unbestritten, dass der Polizei in der wissenschaftlichen Forschung eine zentrale Bedeutung zukommen sollte. Vor allem in jüngster Zeit wird dieses Gewalthandeln im Auftrag des Staates (und damit der Bürger) thematisiert, vor allem im Kontext von Gewalt gegen und Gewalt durch Polizeibeamte. Die Polizeiwissenschaft ist mehr als eine Integrationswissenschaft oder ein Dach über den Einzeldisziplinen. Diese Polizeiwissenschaft, die einerseits der Praxis bei der Lösung anstehender Probleme helfen und andererseits in einen Diskurs mit anderen Wissenschaften treten will, muss einen übergreifenden, interdisziplinären und transnationalen Ansatz zur Analyse Innerer Sicherheit verfolgen. Ihr Ausgangspunkt muss „Polizieren“ und nicht Polizeiarbeit, „policing“ und nicht „police“ sein. Nur so kann sie auf Dauer bestehen und sich weiterentwickeln. In diesem Sinne ist die „kritische Bestandsaufnahme“, die Reinhard Mokros als einer der ersten und wichtigsten Protogonisten der Polizeiwissenschaft in Deutschland mit diesem Studienbrief vorlegt, von besonderer Bedeutung. Er analysiert nicht nur die institutionelle Verortung der Polizeiwissenschaft, sondern setzt sich auch mit unterschiedlichen Ansätzen ihre Umsetzung in Forschung einerseits, polizeiliches Alltagshandeln andererseits auseinander.