Geschlechtsspezifische Gewaltbetroffenheit von Studentinnen und Studenten

Ergebnisse einer vergleichenden Hochschulbefragung im Kontext der Frauen- und Männerforschung

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Autorin: Katrin List

Seiten: ca. 260

Erscheinungsjahr: 2014

ISBN: 978-3-86293-525-3

€ 29,-
incl. MwSt.

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Ist sexualisierte Gewalt und (Angst vor) Viktimisierung ein „Frauenthema“, das Männer nicht betrifft? Oder ist von jeweilig geschlechtspezifischen Gewalterfahrungen auszugehen, mit denen entsprechend unterschiedlich umgegangen wird? Eine Erhebung unter 3.000 Studierenden untersucht die Betroffenheit durch sexualisierte Gewalt und stellt die Ergebnisse in einen Kontext mit dem Diskurs zu sexualisierter Gewalt der Frauen- und Männerforschung. Es werden Prävalenzen und Natur der geschlechtsspezifischen Gewalterfahrungen darlegt, aber auch der Rezeption des Erlebten nachgegangen. Dabei wird deutlich, dass neben normativen Verhaltensvorgaben auch geschlechtsspezifische („Vergewaltigungs“-)Mythen für den gesellschaftlichen Umgang mit dem Opfer und die Einordnung der Tat durch das Opfer selbst maßgeblich sind. Relevant ist dieser Umstand nicht zuletzt für die Unterstützung der Betroffenen durch das Hilfesystem und die Strafverfolgungsorgane.

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Katrin List wurde 1962 in Berlin geboren. Nach dem Abitur studierte sie Politikwissenschaften, Slavistik und Osteuropäische Geschichte an der Freien Universität Berlin und der Universität St. Petersburg. Nach dem Diplom arbeitete sie als Koordinatorin internationaler Projekte im Bereich der Hochschulentwicklung an verschiedenen Universitäten. Weitere Arbeitsschwerpunkte stellen die Gender Studies und die Hochschulbildungsforschung dar. Von 2009 bis 2013 war sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Kriminologie, Kriminalpolitik und Polizeiwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum.